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Was steckt hinter Telekinese?

Bücher schweben durch die Gegend, Löffel verbiegen sich, Lampen gehen an und aus – alles gesteuert allein mit der Kraft der Gedanken. Aber ist Telekinese wirklich möglich, und wenn ja: Kann man die Fähigkeit erlernen?

Meister Yoda misst ganze 66 Zentimeter. Aber “Größe bedeutet nichts”, erklärt er seinem Schüler Luke Skywalker. Kein Wunder, denn er hat eine besondere Gabe. Nur mit der Kraft seiner Gedanken hebt er gleich darauf einen X-Wing-Kampfflieger aus den Sümpfen empor. Was Yoda kann, beherrschen alle Yedis in den “Star Wars”-Blockbustern: Die Fähigkeit gehört zu ihrer “Macht”.

Für viele Menschen ist das eine faszinierende Vorstellung: Gegenstände können allein durch geistige Kräfte von einem Ort zum anderen transportiert werden. Das wird manchmal Psychokinese genannt, meist aber Telekinese. Der Begriff setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern für “fern” und für “Bewegung”.

Es gibt aber auch verwandte Phänomene, etwa Pyrokinese und Kyrokinese, also die Fähigkeiten, Feuer durch Gedanken zu entzünden, oder Wasser zu Eis gefrieren zu lassen. Bekannt ist auch die Makropsychokinese, bei der Gegenstände aus der Ferne verformt werden können. Meist aber wird für alle das gleiche Wort benutzt, eben Telekinese.

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Der Spuk von Rosenheim und verbogene Löffel

Aber ist so etwas im echten Leben möglich? Wie so oft bei Phänomenen aus dem Bereich der Parapsychologie sind sich Esoteriker und Wissenschaftler darüber nicht einig. Einige angebliche Fälle haben für Schlagzeilen gesorgt: In den 1970er und 1980er-Jahren verblüffte der Schweizer Uri Geller Millionen Fernsehzuschauer: Er verbog Besteck mit der Kraft seiner Gedanken – und zeigte das in unzähligen Shows. Nach eigener Aussage war er als Kind von einem hellen Blitz getroffen worden, seitdem schaffte er es, Löffel aus der Form zu bringen.

Als “Spuk von Rosenheim” bezeichneten Zeitungen 1967 die möglichen telekinetischen Fähigkeiten der 19-jährigen Annemarie S. In einer bayerischen Anwaltskanzlei gingen unerklärlicherweise die Leuchtstoffröhren aus. Sie waren 2,50 Meter hoch an der Decke montiert, und offenbar aus der Halterung gedreht worden, ohne dass es dafür Spuren gab. Vom Anschluss des Büros wurden mehrmals die Zeitansage angerufen, ohne dass jemand eines der vier Telefone bedient hatte. Aus einem Kopierer spritzte plötzlich eine Flüssigkeit.

Die Anwälte konnten zeitweise nicht mehr arbeiten, die Polizei stand vor einem Rätsel. Später bewegten sich Schubladen und ein Schrank, ohne dass ihn jemand verrückte. Sogar Bilder drehten sich an der Wand. Mehr als 40 Zeugen beobachteten die merkwürdigen Erscheinungen, darunter auch Polizisten und Ärzte.

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Schwindel oder übernatürliche Fähigkeiten?

Parapsychologen stellten fest, dass die Phänomene nur auftraten, wenn die Auszubildende Annemarie S. in der Nähe war. Als sie 1968 in der Kanzlei kündigte, hörte der Spuk plötzlich auf. Gerüchten zufolge passierten beim neuen Arbeitgeber ebenfalls seltsame Dinge. Doch die junge Frau erklärte immer wieder, sie habe keinerlei übernatürliche Fähigkeiten.

Oder war doch alles nur ein Schwindel? Ein Zauberkünstler entdeckte später hauchdünne Bindfäden an genau den Gegenständen, die sich angeblich durch Gedankenkraft bewegt hatten.

Würfelexperimente zur Telekinese

Wissenschaftler sind sich sicher: Telekinese ist nicht möglich. Zumindest wurde bislang kein Beweis für die Fähigkeit erbracht. Angebliche Fälle konnten nie unter Laborbedingungen wiederholt werden. Der Physiker Helmut Schmidt erforschte das Phänomen in den 1970er-Jahren: Er baute einen Zufallsgenerator, an dem Lämpchen mal grün und mal rot leuchteten. Die Versuchspersonen sollten die Lampen mit ihren Gedanken so beeinflussen, dass eine Farbe häufiger vorkam. Erstaunlicherweise gab es tatsächlich Abweichungen, allerdings reichten sie als Beweis nicht aus.

Auch der Raumfahrtingenieur Robert Jahn versuchte, Telekinese bei einem Experiment aufzeigen. Versuchspersonen sollten eine Würfelmaschine dazu bringen, möglichst viele Sechsen zu würfeln. Der Forscher erklärte, es habe einen Effekt gegeben, der zwar gering, aber doch signifikant gewesen sei. Andere Wissenschaftler zweifelten das Ergebnis jedoch an. 2006 werteten Forscher 380 Studien über Telekinese aus. Sie kamen zu dem Schluss, dass das Phänomen nicht bewiesen werden kann.

Viele Menschen halten trotzdem an dem Glauben fest, dass die übersinnliche Gabe existiert. Bei einer Umfrage unter 1.720 Amerikanern beantworteten immerhin 28 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen die folgende Frage mit Ja: “Es ist möglich, die Welt nur durch die Gedanken zu manipulieren”.

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Wie man Telekinese erlernen kann – vielleicht

Müssen Menschen womöglich nur ihre Gedanken und ihre Konzentration trainieren, um Telekinese zu beherrschen? Auf unzähligen Webseiten finden sich Anleitungen dazu: So soll man einen Würfel nehmen und sich intensiv auf eine Zahl konzentrieren. Als nächstes würfelt man 40mal. Wenn mindestens 15-mal die richtige Ziffer zu sehen ist, “kannst Du davon ausgehen, dass Du zumindest ein bisschen Psychokinese beherrschst”, heißt es auf einer der Seiten.

Bei einem anderen Experiment soll eine auf einer leicht schrägen Oberfläche rollende Kugel mit Hilfe der Gedanken in eine andere Richtung gelenkt werden. Wer allerdings Gegenstände schweben oder fliegen lassen will, muss schon zur “Meisterklasse” gehören.

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Faszinierendes Thema in Literatur und Filmen

In der Phantasie von Autoren und Filmemachern ist diese Meisterklasse leicht zu erreichen. Nicht nur Meister Yoda bewegt Dinge aus der Ferne. Stephen Kings “Carrie” handelt von einer Schülerin, die telekinetische Fähigkeiten besitzt. In der Fernsehserie “Mein Onkel vom Mars” muss ein Außerirdischer nur mit dem Finger auf einen Gegenstand deuten, um ihn zum Schweben zu bringen. Auch andere Figuren aus dem Science-Fiction-Genre können das, zum Beispiel der “Doctor” aus der Kult-TV-Serie “Doctor Who” oder Jean Grey bei den “X-Men”.

Wenn jemand im echten Leben Telekinese beherrschen würde, könnte er reich werden: Die amerikanische “James Randi Educational Foundation” hat einen Preis von einer Million Dollar ausgeschrieben. Die Summe bekommt, wer eine paranormale Fähigkeit überzeugend vorführen kann – also etwa, indem Gegenstände mit Gedankenkraft bewegt werden. Bislang hat sich das Geld aber noch niemand abgeholt.

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