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Das passiert wenn wir sterben: Die fünf Phasen des Todes

Was passiert im Gehirn, wenn wir bewusstlos werden? Wie viel Wahrnehmung besitzt ein Mensch mit Locked-in-Syndrom? Wann schaltet sich das Gehirn ab? Um den Fragen auf den Grund zu gehen, erforschen Neurologen die einzelnen Stadien des Bewusstseins. Dabei unterscheiden sich manche Phasen nur graduell voneinander …

Phase 1: Bewusstlosigkeit

Alkohol, Medikamente, Kreislaufkollaps – auf unterschiedlichsten Wegen kann die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn unterbrochen werden. Bereits nach etwa zehn Sekunden werden wir bewusstlos. Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus: Durch einen kontrollierten Blackout vermeidet das Gehirn bleibende Schäden und wartet darauf, bis es wieder genügend Sauerstoff bekommt. Dieser Zustand wird vom Zwischenhirn reguliert. Bleibt jedoch die Sauerstoffzufuhr aus, können Koma und Tod die Folgen sein.

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Tod der Neuronen

Stirbt ein Mensch aufgrund von Sauerstoffmangel, schalten sich als Erstes der Neocortex und die Kommunikation zwischen den Gehirnarealen aus. Wir erleben diesen Zustand als Bewusstlosigkeit. Bleibt der Sauerstoff weiter aus, stellen auch die anderen Areale ihre Aktivität ein.

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Phase 2: Locked-In-Syndrom

Patienten mit dem Locked-in-Syndrom sind bei vollem Bewusstsein, sie nehmen alles in ihrem Umfeld wahr. Doch sie können keinerlei Reaktionen zeigen. Der Grund: Meist sind genau die Gehirnregionen verletzt – etwa durch einen Unfall –, die für Muskelbewegungen zuständig sind. Diese Lähmung umfasst nahezu den gesamten Körper, und so können die Patienten höchstens die Augenlider oder die Zehen bewegen.

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Phase 3: Wachkoma

Erleidet ein Mensch schwere Hirnschäden, kann er in einen Zustand fallen, der Jahrzehnte anhalten kann: Patienten im Wachkoma können selbstständig atmen, schlucken und Ähnliches, weil das Stammhirn noch funktioniert. Was sie aber genau wahrnehmen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und teilweise noch umstritten. Das Gehirn zeigt eine deutlich verringerte Aktivität.

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Phase 4: Koma

Zusammendrücken der Fingernägel, Kneifen des Nackens und Stechen mit einer Nadel: Mit einem Schmerztest überprüfen Mediziner, wie schwer eine Bewusstseinsstörung bei Patienten ist. Zeigt eine Person nur schwache oder gar keine Reflexe, liegt sie im tiefen Koma. Das bedeutet, dass sie nichts mehr mitbekommt. Oft halten sie lediglich Geräte am Leben. Das Gehirn sendet nur noch minimale Impulse – und erscheint im Scan sehr dunkel.

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Phase 5: Hirntod

Keinerlei Aktivität und großflächiger Zelltod – so lautet die Definition des Hirntods. Bis heute ist sie stark umstritten. Fakt ist: Bevor die Gehirnaktivität stark sinkt und gegebenenfalls erlöscht, steigt sie noch einmal sprunghaft an.

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