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Easter Sunday Massacre Horror Fakten

Easter Sunday Massacre – Die grausame Hinrichtung einer ganzen Familie

Die Ruppert Kinder suchen friedlich im Garten nach Ostereiern. Doch kurz danach sind sie tot. Hingerichtet, und das vom eigenen Onkel. Die schreckliche Tat des James Ruppert – das Easter Sunday Massacre.

James Urban Ruppert erschoss am Ostersonntag, 30. März 1975, 11 Familienmitglieder in dem Haus seiner Mutter. Unter den Opfern befanden sich 8 Kinder. Diese Tat wurde als das “Easter Sunday Massacre” bekannt. Es war die größte Schießerei in einem Privalthaushalt, die je in den USA stattfand.

Wer war James Ruppert?

Er wurde am 29. März 1934 geboren und lebte bis zu dieser Tat noch bei seiner Mutter. In seiner Kindheit hatte er bereits Probleme. Seine Mutter sagte ihm, sie hätte lieber eine Tochter gehabt. Sein Vater war jähzornig und empfand keinerlei Zuneigung gegenüber seinen Söhnen. Er starb 1947, zu diesem Zeitpunkt war James 12 Jahre und sein älterer Bruder Leonard Jr. 14 Jahre alt. Leonard Jr übernahm die Vaterrolle, hänselte James und versuchte ihn zu erziehen. Mit 16 war James so unzufrieden mit seinem Leben, dass er weglief und Selbstmord begehen wollte indem er versuchte sich mit einem Bettlaken zu erhängen. Doch sein Versuch war erfolglos und er kehrte daraufhin nach Hause zurück.

James Ruppert bei seiner Verhaftung

 

Als Erwachsener wurde er als ein hilfsbereiter und bescheidener Mann beschrieben, der auch keine Vorstrafen hatte. James war neidisch auf seinen älteren Bruder, wegen seines erfolgreichen Jobs und seiner Familie. Ruppert flog nach zwei Jahren vom College, während sein Bruder seinen Abschluss in Elektrotechnik machte und Wettkämpfe als Leichtathlet gewann. Leonard Jr. hatte James Exfreundin geheiratet, mit der er 8 Kinder hatte. Er bekam einen Job bei General Electric, währendessen James mit 41 arbeitslos war und noch bei seiner Mutter in Hamilton/Ohio lebte. Seine Mutter Charity war frustriert darüber, dass James keinen Job behielt und ständig trank. Sie drohte ihm sogar ihn rauszuschmeißen. Außerdem schuldete er seiner Mutter und seinem Bruder Geld.

Die Zeit kurz vor dem Massenmord

Einen Monat vor dem Massaker erkundigte sich James bei der Beschaffung von Munition über Schalldämpfer für seine Waffen. Sein Verhalten wurde immer ungewöhnlicher umso näher er der Tat kam und er kämpfte gegen schwere Depressionen.

Leonard und Alma Ruppert mit ihren Kindern

 

Am 29. März 1975, seinem 41. Geburtstag, sahen ihn Zeugen bei Schießübungen auf Blechdosen. In der Nacht vor den Morden ging James aus, was er fast jede Nacht tat. In der 19th Hole Cocktail Lounge sprach er mit der Angestellten Wanda Bishop, einer 28-jährigen Mutter von 5 Kindern. Später sagte sie aus, dass James ihr erzählte wie frustiert er über die Forderungen seiner Mutter und über seinen drohenden Rausschmiss war. Außerdem sagte er, dass er dieses Problem lösen müsse. Er verließ die Bar gegen 23 Uhr, kam aber später nochmal zurück. Als Bishop ihn fragte, ob er das Problem gelöst hatte, antwortete er “Nein, noch nicht”. James blieb in der Bar, bis sie um 02:30 Uhr geschlossen wurde.

Das Wohnzimmer in James Rupperts Elternhaus, auf der Sofalehne liegt eine Pistole

Das Massaker

Am Ostersonntag, 30. März 1975, besuchte sein Bruder Leonard, dessen Frau Alma und ihren 8 Kindern die Großmutter, um zusammen Ostern zu feiern. James blieb oben in seinem Zimmer und schlief seinen Rausch aus. Zeitgleich suchten die Kinder im Garten nach Ostereiern. Danach bereiteten Charity, Leonard und Alma das Mittagessen vor, die meisten Kinder spielten währenddessen im Wohnzimmer.

Auf dem Küchentisch liegt Munition, im Hintergrund kann man eine Leiche erkennen

 

Um ca 16 Uhr wachte James auf, lud eine .357 Magnum, zwei .22 Pistolen und ein Gewehr, dann ging er hinunter. Als er die Küche betrat erschoss er seinen Bruder Leonard, dann seine Schwägerin und seine Mutter. Als nächstes nahm er das Leben seines Neffen David (11) und seiner Nichten Teresa (9) und Carol (13), die sich auch in der Küche aufhielten. Danach ging er ins Wohnzimmer, wo er seine Nichte Ann (12) und seine verbleibenden Neffen, Leonard III (17), Michael (16), Thomas (15) und John (4) tötete.

Die Positionen der Leichen

 

Das Massaker war innerhalb von 5 Minuten vorbei. Nach der schrecklichen Tat saß James im Wohnzimmer, umgeben von den Leichen seiner Familie. Nahezu der gesamte erste Stock des Hauses war mit Blut bedeckt. Es war so viel Blut, dass es in den Keller sickerte. Nach 3 Stunden Nichtstun rief James schließlich die Polizei um die Schießerei zu melden.

Blut der Opfer im Keller


Nach der Tat

Nach seiner Verhaftung wurde er von mehreren Psychologen befragt. Es wurde festgestellt, dass James eine paranoide Persöhnlichkeitsstörung mit einem starken Verfolgungswahn entwickelt hatte. Er war davon überzeigt, dass seine Familie, die Polizei und sogar das FBI Teil einer Verschwörung waren um sein Leben zu ruinieren. Die Morde schockte gesamt Hamilton, da niemand James so eine grausame Tat zugetraut hätte.

James Ruppert in Handschellen

 

Vor Gericht plädierte James auf Unzurechnungsfähigkeit, aber er scheiterte. Sein Plan war für schuldunfähig erklärt zu werden, ein paar Jahre in der Psychiatrie zu verbringen um danach als geheilt zu gelten, damit er das Erbe in Höhe von 300.000 Dollar von seiner Mutter und seinem Bruder bekommt. Stattdessen wurde er in allen 11 Morden schuldig gesprochen und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das bedeutete außerdem, dass er das Erbe nie bekommen kann. Nachdem er zweimal in Berufung ging wurde er nur noch für den Mord an seinem Bruder und seiner Schwägerin für schuldig befunden, bei den anderen 9 Mörden galt er daraufhin als schuldunfähig.

James Rupperts Elternhaus heute

 

Ein Jahr nach den Morden wurde das Haus für die Öffentlichkeit geöffnet und alle Gegenstände wurden versteigert. Man kann immer noch Spuren von Blut im Keller sehen, in den es gesickert ist. Der ersten Familie, die nach der Tat dort einzog, wurde nichts von den Morden erzählt. Doch sie zogen sehr bald wieder aus, weil sie dachten sie würden Stimmen und Geräusche hören. Auch andere Familien sind dort eingezogen, aber nie lange geblieben. In dem Haus soll es spuken.

 

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Über Lunaxia

Lunaxia
Hallo, ich bin Lunaxia Ich bin Chefredakteurin bei Horror Fakten. Im wirklichen Leben heiße ich Vanessa, bin 26 Jahre und komme aus Bayern. Seit meiner Kindheit bin ich schon Horrorfan, angefangen mit den Gänsehautbüchern und Filmen wie "the Ring". Heute interessiere ich mich sehr für Übernatürliches und die menschliche Psyche. "Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid"

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