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Gibt es GEISTER? : Das steckt wirklich meist dahinter

Etwa drei von vier Deutschen sollen mindestens einmal in ihrem Leben außergewöhnliche Erlebnisse haben, die im weitesten Sinne zur Parapsychologie gehören. Meist sind die Erklärungen für den Spuk jedoch ganz einfach.

  • Weil sich die seriöse Naturwissenschaft nicht mit Geistererscheinungen abgeben mag, entwickelte sich das Fachgebiet der Parapsychologie.
  • Auch in Deutschland haben Menschen etliche außersinnliche Erscheinungen.
  • Oft stecken technische Störungen oder Inszenierungen hinter dem Spuk.

Gespenstische Lichter, die durch die Räume flattern, verstorbene und verunglückte Menschen, die vor den Augen ihrer Angehörigen auftauchen, oder plötzliche Kältewellen – es gibt etliche Berichte mysteriöser Erscheinungen. Diese sogenanntenparapsychologischen Phänomeneerscheinen auf den ersten Blick nicht erklärbar.

Eine repräsentative Umfrage zeigte, dass fast drei Viertel der deutschen Bevölkerung mindestens einmal im Leben etwas Außergewöhnliches erlebt, das sich im weitesten Sinne der Parapsychologie zuordnen lässt.

Erklärungsansätze für die Geistererscheinungen

Aber was steckt hinter den mysteriösen Phänomenen?

Experten sind sich nicht einig. Sie entwickelten folgende Theorien:

  • Die „spiritistische Theorie“: Ihre Vertreter glauben, Spuk werde von unabhängigen Wesen verursacht. Meist handle es sich um Seelen Verstorbener, die noch auf Erden weilen.
    Eine Variante dieser Hypothese besagt, dass verselbständigte Teilseelen die Spukphänomene auslösen. Es könnten aber auch „abgespaltene psychische Komplexe“ Verstorbener sein, die sich halb intelligent, halb absichtslos verhielten, wie im Traum.
  • Die esoterische Theorie: Ihr zufolge können Gegenstände oder Gebäude „seelische Energie“ aufnehmen und auf sensible Menschen übertragen.
    In einer 1939 in den „Proceedings of the Society for Psychical Research“ veröffentlichten Arbeit äußerte der britischePhilosophHenry Habberly Price, der sich auch mit Parapsychologie befasste, emotionsgeladene seelische Eindrücke würden nicht in der Substanz von Gebäuden gespeichert, sondern in einem „psychischen Äther” zwischen Geist und Materie – also in einer Art Raum außerhalb unserer physikalischen Umwelt.
    Die so gespeicherten Eindrücke könnten immer wieder wahrgenommen werden, was auch erkläre, dass sich viele Spukerscheinungen wiederholen.
  • Die Spektrum-Theorie: Diese Theorie entwickelte der Forscher William Roll von der Psychical Research Foundation in Durham (US-Staat) North Carolina. Ihr zufolge geht Spuk zwar auf gedächtnisähnliche Spuren in der stofflichen Umgebung zurück. Daneben würden aber auch viele Phänomene von der wahrnehmenden Person unbewusst selbst erzeugt, um emotionale Bedürfnisse zu befriedigen.
    Es gebe ein Spektrum mit den paranormalen Eindrücken auf der einen und den Bedürfnissen des Wahrnehmenden auf der anderen Seite. Die Trennung von Geist und Materie sei jedenfalls nicht so scharf wie angenommen.
  • Die „psychogeographische Theorie“:Sie geht davon aus, dass die unheimliche Atmosphäre vonSpukhäusern und -schlössernauf die Psyche der Besucher einwirke und somit deren Wahrnehmung verändere.
  • Die gewöhnliche Psychologe geht davon aus, dass viele Menschen unter Stress oder bei starker Angst eine rege Phantasie entwickeln und sich einbilden, Dinge zu sehen, die gar nicht existieren.

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Meist sind die Erklärungen einfach

1. Technische Störungen

Es gibt aber noch andere mögliche Erklärungen für das Auftauchen vermeintlicher Geistererscheinungen, wie technische Störungen – oder schlichten Betrug.

Bei den mysteriösen Lichterscheinungen, die oft in Form transparenter Kugeln auftauchen – sogenannte Orbs -, fällt auf, dass sie erst nach dem Siegeszug der digitalen Kameras gehäuft auf Schnappschüssen auftauchten.

Tatsächlich zeigten Forscher, dass durch deren Konstruktion – so befindet sich das Blitzlicht sehr nah an der Linse – beim Blitzen oft Reflexionen von kleinen Staubpartikeln mit abgebildet werden.

2.  Inszenierter Spuk

Daneben entpuppten sich viele angebliche Spukerscheinungen als Fälschung. Dies brachte gerade den Freiburger Parapsychologen Bender ins Zwielicht, der die Disziplin mit Aufsehen erregenden Fällen ins Licht der Öffentlichkeit rückte. Bender, der eine tiefenpsychologische Ausbildung besaß, gründete 1950 das Freiburger „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene”.

Paranormale Erscheinungen interpretierte er nicht als Einwirkung von Geistern, sondern als Folge großer psychischer Anspannungen der das Phänomen auslösenden Person.

Dabei verwies er darauf, dass Berichte von Phänomenen wie Telepathie, Hellsehen, Präkognition, Spuk und Psychokinese seit der Antike in den unterschiedlichsten Kulturen und Regionen der Erde überliefert werden. Dies spreche dafür, dass diesen Phänomenen objektive, wenn auch noch unbekannte Eigenschaften der Realität zu Grunde liegen.

Bei spektakulären Fällen ließ sich der Freiburger Experte aber an der Nase herum führen. So erklärte er 1982 den Spukfall „Chopper“ in der Presse voreilig für echt. Damals verfolgte ein angeblicher Geist eine 16-jährige Zahnarzthelferin in einer Praxis im bayrischen Neutraubling.

Er belästigte die junge Frau mit Heiratsanträgen, Versprechungen, dummen Sprüchen und Obszönitäten, die von Patienten mitgehört werden konnten. Später entdeckten Kriminalisten, dass die angeblich von dem verliebten Geist Verfolgte gemeinsam mit dem Zahnarzt und dessen Ehefrau den Spuk inszeniert hatte.

Bender erklärte auch den Fall in einem Bremer Porzellanladen für echt. Dort gingen in bester Poltergeist-Manier Geschirr, Gläser und Vasen zu Bruch. Hinterher zeigte sich, dass ein junger Lehrling den Hokuspokus veranstaltete.

Wie sich die Parapsychologie entwickelte

Wie sich die Parapsychologie entwickelte

Weil sich Geistererscheinungender exakten Nachforschung entziehen und sich die seriöse Naturwissenschaft mit ihnen nicht abgeben mag, entwickelte sich das Fachgebiet der Parapsychologie, die paranormale Phänomene erforscht.

Deren Geschichte begann 1862 mit der Gründung des Ghost Clubin England. Ihm folgte 20 Jahre später die „Society for Psychical Research“. Später gründeten sich ähnliche Gesellschaften in anderen europäischen Ländern und in den USA.

Sind paranormale Phänomene also doch nur Lug und Trug?

„Etwa 90 Prozent der Fälle erweisen sich als technische Störungen oder Fehlinterpretationen“, erklärt der Freiburger Experte von Lucadou. „Ein Problem dabei ist: Man kann vom eigentlichen Vorgang kaum etwas sehen, deshalb gelingt nie ein Nachweis des Paranormalen.“

„In der Regel natürliche Phänomene“

Dennoch gebe es für Psi-Erlebnisse gute theoretische Gründe. Lucadou betont: „Ich spreche deshalb von ,außergewöhnlichen menschlichen Erfahrungen´. Sie stehen nicht außerhalb der Natur. Als Wissenschaftler interessiere ich mich für diese Effekte, weil wir nicht wissen, wie sie zustande kommen. Dennoch: Es sind in der Regel natürliche Phänomene.“

So könnten bei Spukereignissen psychische Faktoren eine große Rolle spielen. Meist gebe es auslösende Personen, etwa pubertierende Jugendliche. Mit dem Spuk wiesen sie auf schwerwiegende innere Probleme hin, die sie nach außen verlagern, wie einen Wirklichkeit werdenden Angsttraum.

Werde dem Auslöser geholfen, ende der Spuk. In manchen Fällen aber scheidet dies, wie auch technische Manipulationen, als Erklärung aus.

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Nicht alle Fälle können geklärt werden

Bleibt also der Rückgriff auf eine unbegreifliche Geisterwelt, wie sie sich gerade in den vielen Beispielen Jahrhunderte alter Erscheinungen manifestiert. „Viele Fälle sind ungeklärt“, gesteht Lucadou. „In erster Linie wollen wir aber den Betroffenen helfen, die Forschung muss zurückstehen. Deshalb müssen wir mit vielen offenen Fragen leben.“

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