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Gruselige & mystische Orte in Deutschland

Die Toten ruhen nicht!

Verfluchte Opferstätten, bizarre Felsformationen, unheimliche Ruinen: Seit Jahrtausenden ziehen uns mystische Orte in ihren Bann. Manche von ihnen geben uns noch immer Rätsel auf, andere sind längst in Vergessenheit geraten. Wir zeigen euch die gruseligsten mystischen Orte in Deutschland, welche bestimmt einen Tagesausflug wert sind.

Domslandmoor

Windeby, Schleswig-Holstein

Immer wieder werden in Mooren mumifizierte Leichen oder Leichenteile entdeckt. So wurden im Jahr 1952 im Domslandmoor/Schlesweig-Holstein ein Pärchen gefunden, dass nur 5 m voneinander entfernt im Moor lag. Es wurde vermutet, dass es sich hierbei um Ehebrecher handle, da der Mann einen Strick um den Hals hatte und die Frau eine Augenbinde trug, außerdem waren ihre Haare geschoren. Das war früher eine übliche Strafe für außereheliche Affären. In den 1990ern wurde jedoch nachgewiesen, dass der Mann 300 Jahre jünger war als die vermeintliche Frau, die sich nach der Untersuchung auch als männlich herrausstellte.

Der Sauerstoffmangel im Moor und die vorhandenen Huminsäuren sorgen dafür, dass Mikroorganismen, die sonst für Verwesung sorgen, nicht existieren können. Gerbsäure gerbt die Haut der Leichen. Muskeln und Körperfette werden aus dem Leichnam herausgelöst. Auch Haare und Kleidung werden so konserviert. Manchmal lässt sich sogar der Mageninhalt von Moormumien noch untersuchen, um so Rückschlüsse auf die Ernährung zur Lebenszeit der Leichen ziehen.

Die meisten Moorleichen sind männlich, nur ein kleiner Teil sind Frauen oder Kinder. Ein Großteil der in Europa gefundenen Moorleichen wurde erst nach dem Tode ins Moor geworfen. In einigen Fällen scheint es sich um normale Bestattungen zu handeln. Bei anderen Moorleichen deuten gefesselte Hände, ein Strick um den Hals oder Stichwunden auf einen gewaltsamen Tod hin. In solchen Fällen handelte es sich vermutlich um verurteilte Verbrecher, die man hinrichtete und ins Moor warf, um Mordopfer, die man im Moor verschwinden ließ oder um Menschenopfer. Da Moore als Sitz von Geistern und Göttern oder als Pforten zum Jenseits galten und schon in der Jungsteinzeit Kultstätten waren, an denen man unterschiedliche Rituale vollzog und Opfer darbrachte, liegt die Vermutung nahe, dass hier auch Menschen geopfert wurden.

Moorleiche Windeby Domslandmoor - Mystische Orte Deutschland
Moorleiche von Windeby I

Belchen-Dreieck: Vergessenes Heiligtum der Druiden

Schwarzwald, Baden-Württemberg

Der Belchen im Schwarzwald wacht über ein uraltes Heiligtum keltischer Druiden. Schon in den 1980er-Jahren stießen Forscher auf eine Auffälligkeit: Der Schwarzwälder Belchen ist nur einer von vielen Belchen im Umkreis von 100 Kilometern – und bildet mit dem 73 Kilometer entfernten „Elsässer Belchen“ im Westen und dem 51 Kilometer entfernten Schweizer Belchen im Süden ein exaktes rechteckiges Dreieck. Der Basler Kantonsarchäologe Rolf d’Aujourd’hui erkannte schließlich, dass es sich dabei um einen gigantischen vorgeschichtlichen Sonnenkalender handelt, mit dem keltische Druiden schon vor 2.300 Jahren mithilfe des Sonnenstandes über den unterschiedlichen Belchen auf den Tag genau alle vier astronomischen Jahreszeiten bestimmen konnten. Auch der Feiertag des keltischen Sonnen- und Lichtgottes Belenus am 1. Mai wird durch die herausragenden Landmarken des Belchen-Sonnenkalenders präzise angezeigt.

War das Belchen-Dreieck ein Kalender der Druiden?

Gespensterwald von Nienhagen

Nienhagen, Mecklenburg-Vorpommern

Das Nienhäger Holz, so der amtliche Name des besser als Gespensterwald von Nienhagen bekannten Waldabschnittes rund um das Seebad gehört zum Waldbestand des Landkreises Rostock und wird von dessen Forstbehörde bewirtschaftet. Der rund 180 Hektar große Mischwald wirkt besonders bei Nebel oder starken Wind außerordentlich gespenstisch: wenn sich die hier wachsenden Bäume, Büsche und Gräser bei schummrigem Licht in bizarre Formen legen und vom Sturm in Richtung Boden gedrückt werden. Bei starkem Sturm aus Richtung Ostsee scheint es, als flüsterten sich die knorrigen Bäume mit ihren spärlichen Kronen in windflüchtiger Form leise etwas zu, wenn der Tag im Nebel langsam zu Ende geht.

Ein solch mystischer Ort wie der Gespensterwald von Nienhagen ist natürlich geradezu prädestiniert als Heimat von Geistern, Hexen, Feen oder sagenhaften Gestalten. So sollte es auch nicht verwundern, dass sich seit jeher viele Sagen, Märchen und Legenden um den Gespensterwald ranken. Vom Volksmund überliefert, lassen sie auch heute noch dem einen oder anderen Urlauber oder Besucher einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Scheint die Sonne in den Gespensterwald, ist dies eher ein zauberhafter als gespenstischer Ort. Gerade und insbesondere das Zusammenspiel von Sonne, Meer, Strand, Steilküste und Wald begeistert jedes Jahr die Besucher des Seebades Nienhagen aufs Neue und beschert dem Ort seit vielen Jahren einen stetig steigenden Besucherstrom.

Der Mythos Gespensterwald lockt seit jeher auch viele Künstler wie Maler und Poeten nach Nienhagen.

Gespensterwald Nienhagen-Mystische Orte Deutschland

Teufelsberg

Berlin, Berlin

Welches Geheimnis verbirgt dieser Berg? Was schlummert unter dem friedlichen Gipfel im Grunewald? Seit Jahrzehnten ist der Teufelsberg ein Ort voller Mythen und Legenden. Spaziergänger spüren es, Wissenschaftler forschen seit Jahrzehnten, doch viele Rätsel blieben ungelöst – bis heute. In einer neuen Serie erzählt die B.Z. die Geschichte dieses ungewöhnlichen Ortes. Entstanden ist Berlins Trümmerberg (120 Meter hoch) aus Kriegsschutt – 400 000 zerbombte Häuser (insgesamt 12 Millionen Kubikmeter Trümmer) bildeten das Fundament. Und ganz tief, 100 Meter unter seiner grünen Pflanzendecke, verbergen sich die Überreste einer gigantischen Ruine.

Rückblick. Der heutige Teufelsberg war um 1900 ein Moorgebiet mit umliegenden Waldflächen. Nach deren Rodung entstanden in Eichkamp und Westend vornehme Villenkolonien. Das Holz verhökerte man zu Niedrigpreisen, so entstand der Gassenhauer „Im Grunewald ist Holzauktion“. Gestört wurde die Ruhe im „grünen Wald“ nur, wenn auf den Schießständen (dem heutigen Messegelände) die „Gardes du Corps“ einrückten.

Grundstein für „Germania

Mitte der 30er-Jahre planten die Nazis einen radikalen Umbau des Grunewalds. Auf dem Gelände des Teufelsberges errichtete man die „Wehrtechnischen Fakultät“, Teil einer geplanten Universitätsstadt. Am 27. November 1937 legte Hitler hier persönlich den Grundstein. Es sollte der erste Bau zur künftigen „Reichshauptstadt Germania“ werden (s. Liste). Hitler in seiner Festrede: „Es soll ein Denkmal werden der deutschen Kultur, des deutschen Wissens und der deutschen Kraft.“ Gigantische 80 Millionen Reichsmark sollte das Riesenprojekt (Architekt: Hans Malwitz) kosten. Aber bereits 1940 wurden die Bauarbeiten gestoppt. Die Kriegshochschule blieb ein Rohbau – wegen kriegsbedingter Materialknappheit. Die Ziegel und der Beton wurden für den Bau von Bunkern benötigt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wollten eigentlich die Briten am Teufelsberg ihr Hauptquartier errichten. Doch der Plan wurde verworfen und die Anlage zum Teil gesprengt und abgerissen. Nur die Bunker, Kellergewölbe und zwei Stockwerke blieben erhalten.

Teufelsberg Berlin Mystische Orte Deutschland

Verfluchte Pestkapelle

Weilheim, Oberbayern

Viele Mythen ranken sich um das abgeschiedene im tiefsten Wald gelegene Gotteshaus (Symbolbild), dessen Geschichte bis ins 9. Jahrhundert zurückgeht. In Pestzeiten fanden hier die Toten ihre letzte Ruhestätte, auch schwarze Messen sollen in der Kapelle gefeiert worden sein. Besonders mysteriös: Um die Kapelle herum sind Brunnen angelegt, die ein Pentagramm ergeben. Man sagt daher, dass der Wald im Umkreis von fünf Kilometern verflucht ist. Hier gibt es mehr darüber >>

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Kreisgrabenanlage von Pömmelte: Ringheiligtum

Barby, Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben Archäologen ein mindestens 4.300 Jahre altes Ringheiligtum wiederhergestellt. Über Jahrhunderte wurden hier Erntefeste gefeiert und Menschenopfer dargebracht. Forscher gehen mittlerweile sogar vom vielleicht wichtigsten rituellen Zentrum Europas aus. Der Grund: In der Nähe fand man ein zweites Ringheiligtum, das noch einmal rund 2.500 Jahre älter ist.

Kreisgrabenanlage Pömmelte

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Berlin-Hohenschönhausen, Lichtenberg

Ein dunkles Kapitel der Geschichte der DDR

Gänsehaut pur! In Berlin-Hohenschönhausen führen Zeitzeugen die Besucher durch das ehemalige Stasi-Gefängnis. Bei der beeindruckenden Führung wird detailliert erklärt, wie hier vor allem politische Gefangene inhaftiert und sowohl physisch als auch psychisch gefoltert wurden. Die persönlichen Schicksale bewegen tief – nicht selten haben die Besucher am Ende der Führung Tränen in den Augen!

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Beelitz Heilstätten

Beelitz, Brandenburg

Willkommen in einer der gruseligsten Orte in Deutschland! Bei der Eröffnung 1902 galten die Heilanstalten von Beelitz als größtes und modernstes Krankenhaus der Welt. In über 60 Gebäuden erholten sich Patienten von der Lungenkrankheit Tuberkulose. Heute sind die Heilstätten einer der beliebtesten verlassenen Orte Europas. Etwa 45 Minuten südlich von Berlin gelegen, zieht der Ort Hobbyfotografen, Geschichtsinteressierte und Filmteams gleichermaßen an! Die Heilstätten können bei einer Führung oder aber über den neuen Baumwipfelpfad besichtigt werden. Hier gibt es mehr darüber >>

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Rakotzbrücke: Brücke des Teufels

Gablenz, Sachsen

Schon wenn man sich von Weitem der Rakotzbrücke nähert, erahnt man, warum ihr einst der Beiname „Teufelsbrücke“ gegeben wurde. Wer sonst hätte wohl ein Bauwerk errichten können, das durch die Spiegelung im See die Illusion eines perfekten Kreises erzeugt? Tatsächlich entspringt der kunstvolle Brückenbogen jedoch keiner mystischen Märchenlandschaft, sondern dem 200 Hektar großen Landschaftspark Kromplau in der Oberlausitz, in dem sich an vielen anderen Stellen ähnlich bizarre Gebilde finden. Ganze 19 Jahre dauerte der Bau der aus Basaltsteinen bestehenden Brücke. 1882 wird sie schließlich fertiggestellt. Wegen akuter Einsturzgefahr ist es heute aber streng verboten, sie zu betreten.

Raktozbrücke Teufelsbrücke

Michaelskapelle: Gruseliges Gebeinhaus

Bruchsal, Baden-Württemberg

Von außen sieht die Michaelskapelle in Oppenheim idyllisch aus, wirft man jedoch einen Blick durch die Gitterstäbe in das Beinhaus, stockt einem der Atem: Schädel und Knochen von über 3.000 Toten sind hier aufgetürmt. Im Mittelalter wurden im Kellerbereich sogar die Überreste von bis zu 20.000 Menschen aufbewahrt. Der Grund dahinter ist etwas skurril: Nach einer Bevölkerungsexplosion fehlte es an Platz für neue Gräber, deswegen wurden alte ausgehoben und die Gebeine im Beinhaus gestapelt. Wer sich traut, kann bei einer speziellen Führung das ganze Gewölbe besichtigen!

Michaelskapelle mystische Orte Deutschland

Kennst du auch ein paar gruselige & mystische Orte in Deutschland? Dann lass es uns wissen und schreib sie in die Kommentare!

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