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CreepypastasKurzgeschichten

Das Haus der Schreie – Creepypasta

Das Haus, indem das Ehepaar Worwing wohnte, war zwar alt, doch ihre momentan größte Errungenschaft. Doch das Glück wird nicht mehr lange mit ihnen sein… 

Nach dem Tod der Eltern Mr. Worwings stand das Haus leer, das Erbe ging an den einzigen Sohn. Mr. Worwing weigerte sich vehement das Haus zu verkaufen, auch vermieten war keine Option. Die Eltern hätten jahrelang versucht, Anwerber zu verscheuchen und hätten ihr Haus als den größten Besitz angesehen. Und tatsächlich, das Haus war prachtvoll. Zwar auch etwas in die Jahre gekommen, jedoch ließ sich dies schnell beheben und das Haus war wieder bewohnbar. Es gab für die Worwings keinen Zweifel daran, dass sie das Haus selber beziehen würden, schon immer haben sie von einem eigenen Grundstück geträumt und nun sollte dieser Traum endlich wahr werden.

Doch die Nächte in diesem Haus waren nicht so ruhig, wie erwartet.  Immerzu wurde Mr. Worwing durch laute Schreie geweckt. Sie waren kurz und hörten immerzu auf, wenn er die Augen öffnete. Doch er hätte schwören können, dass sie da gewesen sind. Fragte er jedoch seine Frau am nächsten Morgen, so hatte diese weder bemerkt wie er erwacht ist, noch irgendwelche Schreie vernommen. Doch die darauffolgenden Nächte wurden nicht besser. Mr. Worwing erwachte mehrmals in der Nacht durch dieselben Schreie, wie schon in den Nächten zuvor. Irgendetwas stimmte nicht. Doch jedes Mal, wenn er die Augen öffnete, jedes Mal, wenn er sich aufsetzte, hörten die Schreie auf. Als warten sie nur darauf, dass er schlief.  In der einen Nacht, stand er sogar auf und lief im ganzen Haus auf und ab, doch konnte weder eine Quelle, noch eine plausible Erklärung für die mysteriösen Schreie finden. Auch vor dem Haus sah er sich um, doch dort war es totenstill. Nur ein paar Grillen zirpten und gaben dem ganzen eine beruhigende Atmosphäre.

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Bald war sich auch Mr. Worwing sicher, dass das ganze nur Einbildung sein konnte. Er musste schlecht träumen. Das war die einzig logische Erklärung.  Doch seit wann träumt Mr. Worwing auch wenn er wach ist? Nach einer Weile fanden die Schreie nicht nur in seinem Kopf statt. Ab und an, für nur einen kurzen Moment, hörte er einen Schrei, so markerschütternd, dass sich die kleinen Härchen auf seinem Arm aufstellten. Es war nicht immer der gleiche Schrei. Manchmal klang es, als würde eine Frau unter Schmerzen aufheulen, manchmal war die Stimme tiefer, männlicher und manchmal, seltener, meinte er sogar eine Kinderstimme vernehmen zu können. Jedes Mal, wenn Mr. Worwing seine Frau darauf ansprach, sah sie ihn besorgt an und beteuerte, nichts gehört zu haben.

Und Mrs. Worwing war nicht die Einzige, die von dem merkwürdigen Verhalten ihres Mannes mitbekam. Als Freunde eines Abends zu besuch waren, sprang Mr. Worwing mitten im Gespräch auf. Er fluchte, fragte, ob denn nun wirklich niemand diesen Schrei gehört haben mag, es sei doch nicht zu überhören. Doch niemand tat dies. Auch gutes Zureden brachte Mr. Worwing nicht wieder zur Ruhe und die Gäste zögerten nicht lange zu gehen, verwirrt und beunruhigt von Mr. Worwings verhalten. Gemeldet haben sie sich danach nicht nochmal.

Bald war Mrs. Worwing die Einzige, die noch bei ihrem Mann blieb, doch auch sie machte sich zunehmend Sorgen. Ihr Mann begann immer häufiger von diesen mysteriösen Schreien zu berichten. Er schlief kaum noch, was ihn am Tage unerträglich machte. Wenn sie wieder zugeben musste diese Schreie nicht gehört zu haben, wurde er wütend und schlug mit Beschimpfungen um sich. Er wurde langsam immer verrückter.

Selbst in der Nacht musste sie anfangen ihn zu beruhigen und auf ihn einzureden, doch das machte alles nur schlimmer. Ihr Unverständnis ihm gegenüber machte ihn so wütend, dass er sie, als sie sich ihm näherte, einfach von sich stoß, sodass sie stolperte und über einen herumliegenden Wäschekorb stolperte. Dabei jedoch fiel sie so ungünstig, dass sie sich ihren Hinterkopf am Nachtschränkchen aufschlug, der sich hinter ihr befand. Sie war sofort tot.

Die Polizei, die nach dem Krankenwagen eintraf, nahmen Mr. Worwing fest und auf seine Aussage hin, glaubten sie nicht an einen simplen Unfall. Bekannte der Worwings bestätigten, dass Mr. Worwing seit einiger Zeit ein aggressives Verhalten an den Tag zu legen vermochte. Ebenso berichteten sie von seinen Erzählungen und auch von Mr. Worwing haben die Polizisten schon von den Schreien gehört. Doch niemand außer Mr. Worwing konnte diese Schreie bestätigen. Ein psychiatrisches Gutachten diagnostizierte eine Art der Schizophrenie bei Mr. Worwing. Damit wurde er zwar als schuldunfähig im Falle des Todes seiner Frau gesprochen, jedoch hieß dies für ihn eine Einweisung in die psychiatrische Klinik. Fortan verbrachte Mr. Worwing seine Tage eingesperrt und allein gelassen mit sich selber.

Das Haus der Worwings wurde unterdessen verkauft, ein paar Jahre später sollte es abgerissen werden und auf dem Grundstück ein neues, moderneres Gebäude errichtet werden. Bei den Ausgrabungen jedoch entdeckte man etwas seltsames. Mehrere Knochenteile von den verschiedensten Körpern konnten gefunden werden. Man grub alle aus und fand schließlich mehr als ein Dutzend Körper von Menschen, die über Jahre hinweg als vermisst gemeldet wurden. Alle gefundenen Körper befanden sich unter dem ehemaligen Haus der Worwings.

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