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Leben wir in einer Matrix? – Das Leben in einer Simulation

Einige der mächtigsten und reichsten Menschen der Welt glauben, dass wir in einer Matrix, also in einer Computer-Simulation, leben. 17 Jahre nach dem „Matrix“-Film wäre das mal wirklich etwas Neues.

 

Dass Elon Musk kein gewöhnlicher Typ ist, wissen wir ja schon. Tesla, das selbstfahrende Auto? Wird gerade zur Realität. Flugzeuge, die senkrecht starten? Die sind in seinen Augen die Zukunft. Eine U-Bahn, die mit Überschallgeschwindigkeit fährt? Musk ist dran. Die dauerhafte Ansiedlung von Menschen auf dem Mars? Der Mann sieht sich da mit seiner Firma SpaceX auf dem besten Weg. Eine Art Rohrpostsystem, mit dem Menschen bei 1.200 Stundenkilometern durch Röhren befördert werden? Der Unternehmer hat diese Vision.

Wenn einer wie Musk nun also den Finger hebt und sagt, dass wir schon heute in einer von Computern simulierten Welt leben, dann hören einige Medien ganz genau hin. Und wenn er dazu betont, dass die Chance dafür extrem hoch ist, dann erst recht. Auf eins zu einer Milliarde beziffert der Unternehmer die Aussicht, dass wir nicht in einer Computermatrix leben. Das Verblüffende daran ist, dass auch Physiker und Philosophen in der Vergangenheit ähnliche Wahrscheinlichkeitsthesen aufgestellt haben. Und das schon seit der Antike.

 

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Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen OpenAI in Form einer gemeinnützigen Gesellschaft gegründet, das sich die Erforschung künstlicher Intelligenz zum Ziel gesetzt hat; diese solle der Öffentlichkeit, also der ganzen Menschheit, dienen. Dafür wurde dem Unternehmen von Elon Musk und weiteren Unternehmern insgesamt eine Milliarde US-Dollar zur Verfügung gestellt.

Nichts ist real, alles Reale ist Simulation

Musk ist nicht der Einzige, der solche Ansichten vertritt. Führende Analysten der Bank of America blasen ins gleiche Horn, wenngleich sie die Wahrscheinlichkeit nur auf 50:50 beziffern. Allerdings hat sich gegenüber früher inzwischen so einiges verändert, was den Glauben an die Matrix betrifft. Weil Computer und Künstliche Intelligenz immer weiter auf dem Vormarsch sind, machen sich auch immer mehr Menschen Sorgen, dass nichts in dieser Welt real und alles scheinbar Reale nur simuliert ist.

Elon Musk hat jedenfalls eine Strategie ersonnen, Zweifler wie Dich und mich auf seine Seite zu ziehen. Man müsse hoffen, dass er Recht hat, so der Milliardär. Denn sollten wir nicht in einer Matrix-Simulation leben, würde das nur bedeuten, dass menschliches Leben eines Tages endgültig endet. Sollte aber irgendwer die Fäden unseres Schicksals nach dem Binärcode steuern, bestünde nach Musk Hoffnung. Dann nämlich müsse die Zivilisation nicht zwangsläufig auf ihr Ende zusteuern.

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Cloud und Smartphones als Teil der Matrix?

Und: Gibt es nicht für jedermann sichtbare Tatsachen, dass wir uns lenken lassen? Kulturpessimisten verweisen gern darauf, dass unsere Smartphones uns bereits kontrollieren. Außerdem laden wir den Inhalt unserer Gehirne permanent in die Cloud hoch. Doch damit soll so langsam Schluss sein. Denn es gibt Bestrebungen, gerade unter den Technik-Milliardären, die darauf abzielen, dass wir schon bald aus der Matrix ausbrechen. Oder ausbrechen sollen. Das lassen sie sich einiges kosten, Geld spielt keine Rolle.

Können sie ja machen, aber es gibt da eine große Frage. Wenn nämlich alles, was in unserer Matrix-Welt passiert, von einem Simulator vorgegeben ist, mit logischen Folgen und mathematischer Determination – warum glauben dann Menschen, die an diese Matrix glauben, auch daran, dass sie einen Einfluss darauf haben könnten, aus dieser Simulation auszubrechen? Wäre das Computerprogramm, das uns generiert, nicht genau darauf vorbereitet? Oder hätte es nicht genau diesen Versuch selbst programmiert, als Laie gesprochen?

Die Schwachpunkte der Theorie

So seltsam glaubwürdig uns die Matrix-Theorie an einigen Stellen vorkommen muss: sie hat genügend Schwachpunkte. Denn nach Meinung der meisten Matrix-Fans sind wir eine Simulation, die nur deshalb abläuft, weil sie von unseren Nachfahren in Jahrzehntausenden geschrieben werden wird. Und zwar zu dem Zweck, dass diese Nachfahren – eine posthumane Spezies – ihre eigene Evolution nachvollziehen können. Ein sehr schwaches Motiv für eine so große Sache.

Als Hauptargument ziehen die Matrix-Jünger immer wieder den rasanten technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte an. Dieser müsse unweigerlich dazu führen, dass wir in der Zukunft irgendwann damit beginnen, eine Vergangenheit unser selbst zu simulieren. Damit wären wir aber näher am bekannten Computerspiel „Sims“ als am „Matrix“-Film.

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„Ist alles vorprogrammiert“

Seltsam auch, dass die Freunde der Matrix-Theorie in erster Linie Milliardäre sind. Die haben ja gern mal ein übersteigertes Ego und glauben, ewig leben zu können oder sogar zu müssen. Es ist die Uneinsichtigkeit in das eigene Ende, das Leute wie Musk antreibt. Nichts anderes drückt sich in seinem Gedanken aus, dass alles andere als eine Simulation irgendwann das Ende der Menschheit bedeutet.

Das für ihre Vertreter Angenehme an ihrer Annahme ist zudem, dass sie sich nicht widerlegen lässt. Egal, welches Argument man auch anführt, das Gegenargument lautet immer: „Ist alles vorprogrammiert.“ Ganz gleich, wie schlimm etwa eine Naturkatastrophe oder eine Ebola-Epidemie auch ist. Und das ist fast ein bisschen zu einfach.

 

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