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Atrocious – Found Footage Horror aus Spanien

Ihr steht auf Horrorfilme? In diesem Artikel gebe ich meine Meinung zum spanischen Found Footage Film “Atrocious” ab. 

Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler !

Für alle, die nicht wissen, was Found Footage ist:

Found Footage (zu deutsch übersetzbar “gefundenes Filmmaterial”) ist eine Machart von Filmen, bei denen gefundenes Filmmaterial (oftmals Amateur-Aufnahmen) zusammengeschnitten wird und somit einen Film ergibt. Beim Schauen erkennt man meistens sehr deutliche Cuts, die Filmlängen sind dabei sehr unterschiedlich, häufig sind es jedoch vergleichbar kurze Filme. Die Aufnahmen sind in den meisten Fällen (vor allem im Horror-Genre) nur als gefunden vorgetäuscht, jedoch trotzdem so gefilmt worden, dass sie unglaublich real wirken (wackelige Handkameras, keine Filmmusik, echte Emotionen, keine gute Video-Qualität).

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Atrocious” ist ein solcher Found Footage Film, der aus Spanien kommt und am 25.11.2011 in die Kinos kam. Der Film handelt von der Familie Quintanilla, die ihren Urlaub in ihrem Sommerhaus in Sitges (Spanien) verbringen. Einem Mythos zufolge soll in den naheliegenden Wäldern der Geist eines kleinen Mädchens herumwandern, der verirrten Wanderern aus dem Wald helfen soll. Das Kind soll sich dort vor vielen Jahren selbst verirrt haben und so auf tragische Weise zu Tode gekommen sein. Der Legende nach macht sich das Mädchen erkennbar, indem es gut hörbar in der Erde gräbt. Christian und seine Schwester July möchten dem Ganzen auf den Grund gehen und beginnen die Suche nach diesem Mädchen. Dabei filmen sie ihre Erlebnisse mit Handkameras.

Meine Bewertung: “Atrocious” ist ein Horrorfilm der besonderen Art.

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Der Film wirkt unglaublich real und hat am Ende eine super Auflösung, die alle Geschehnisse rational erklärt. Und das ist für mich der vielleicht größte Pluspunkt überhaupt; man schaut einen Film, in dem Menschen nach etwas Paranormalem suchen und in dem der Zuschauer zum Schluss eine brutale, jedoch realistische Erklärung für die gefilmten Ereignissen erhält. Mit der Lösung des Films wird allerdings der Mythos über das kleine Mädchen, um den es eigentlich geht, nicht aufgeklärt und bleibt bestehen.

Der Film startet recht entspannt und baut sich mit der Zeit auf, bis es schlussendlich zum großen Finale kommt. Leider passiert mehr als die Hälfte des Filmes nichts besonders Gruseliges, was bei der recht kurzen Filmlänge von ca. 70 min leider dazu führt, dass die packenden Szenen, welche eindeutig nach hinten verlagert sind, dementsprechend kurz sind. Das hat allerdings auch den positiven Effekt, dass man genug Zeit hat, die einzelnen Familienmitglieder in ihrem “normalen emotionalen Zustand” kennenzulernen und somit nach und nach mitbekommt, wie sie auf die schlimmen Ereignisse reagieren, sich verändern und schlussendlich mit den Nerven vollkommen am Ende sind. Der Filmt lebt vor allem von der von den Protagonisten ausgestrahlten Panik, die irgendwann sogar auf den Zuschauer übergeht und ihn vollkommen packt.

Mein Fazit:

“Atrocious” hat viele Schocker, ist unglaublich brutal und hat ein toll abgerundetes Ende.
Außerdem: Der Regisseur hat sich absichtlich für unbekannte Schauspieler entschieden, damit sie mit keinen Personen aus anderen Filmen verbunden werden und der Film noch realistischer wirkt.

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Über Johannes Bucks

Johannes Bucks
Hey! Mein Name ist Johannes Bucks, ich bin 17 Jahre alt und komme aus der schönen Pfalz. Ich schaue sehr gerne Horrorfilme und habe passend dazu auch eine Instagram-Seite über gruselige Fakten, durch die ich angefangen habe, mich mit paranormalen Aktivitäten zu beschäftigen und großes Interesse in diesem Themenbereich entwickelt habe. Nun bin ich hier als Redakteur aktiv und hoffe, dass Dir all unsere Beiträge gefallen! :)

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