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5 schreckliche Dämonen und Geister aus Deutschland

In den verschiedensten Religionen, Glauben oder Mythologien gabt es schon immer sogenannte Dämonen. Dabei handelt es sich meistens um eine bösartige Gestalt in Form eines Geisteswesens, der den Menschen erschrecken, bedrohen oder Schaden zufügen will. In den meisten Fällen sind diese Wesen auch bekannt als die Handlanger des Teufels. Aber auch in Deutschland gibt es viele Sagen über derartige Erscheinungen, denen ihr lieber aus dem Weg gehen solltet.

Die Mittagsfrau

Die Mittagsfrau erscheint an heißen Sommertagen, wie ihr Name schon sagt, zur Mittagsstunde. Dann wenn die Sonne am höchsten steht, erscheint eine weiß gekleidete Frau, mit totenbleicher Haut und hohlen Wangen. Sie hat schwarze Haare, eine große Sichel und nicht zu übersehen sind die Pferdehufen. Besonders oft wurde diese Gestalt während der Erntezeit gesehen. Ihr Zuhause findet sie in Ostdeutschland, im Spreewald. Sollte man ihre Gestalt erblicken, sollte man sich in Acht nehmen. Die Mittagsfrau versucht ihren Opfern den Verstand zu verwirren, die Glieder zu lähmen oder sie zu Tode zu fragen. Im schlimmsten Fall enthauptet die Mittagsfrau ihre Opfer mit ihrer Sichel. Die einzige Möglichkeit sich zu retten, besteht darin ihr bis ein Uhr von der Erntearbeit, insbesondere der Flachsverarbeitung zu erzählen. Nach ein Uhr verliert die Gestalt ihre Kräfte und verschwindet wieder. 

Man vermutet die Sage entstand, da während der Erntezeit viele Knechte und Mägde in der Mittagshitze aufs Feld geschickt wurden und dort einen Hitzeschlag erlitten, bestätigen konnte es bisher allerdings niemand.

Die Wilde Berta

Die Wilde Berta ist eine Gestalt, vor der sich besonders Kinder in Acht nehmen müssen, die ihr Teller nicht aufessen wollen. Laut diverser Quellen taucht die wilde Berta auf, wenn sich die Kinder über das Essen auf dem Tisch beschweren. In Schwaben, Franken und Thüringen ruft man den halsstarrigen Kindern zu: „Schweigt oder die wilde Berta kommt!“. Schon öfter wurde die Gestalt in Thüringen, in der Nähe von Saalfeld gesichtet. Die wilde Berta erscheint schlecht gelaunt und mit einer schrecklichen Frisur, besonders oft in den letzten Tagen des Jahres. Manche Leute essen an diesen Tagen Klöße und Hering, der Thüringer Heringsnasen Lieblingskost. Den Kindern wird gesagt, wenn sie die Teller nicht aufessen, kommt die wilde Berta reißt euch die Kleider vom Leib und schlitzt anschließend eure Bäuche auf. Als Nächstes nimmt sie den Inhalt raus und verschließt die Wunden wieder, mit einer Pflugschar statt der Nadel und mit einer Kette statt des Zwirns. 

Über die Wilde Berta gibt es nicht viel zu finden. Sie taucht in alten deutschen Büchern auf, so auch in einem Buch von Jacob und Willhelm Grimm.

Der Gonger

Man findet diesen Geist im Norden Deutschlands. Genau gesagt auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Sylt. Der Gonger ist vergleichbar mit einem Poltergeist. Allerdings machen sich Poltergeister im Gegensatz zum Gonger sehr schnell durch Klopfgeräusche oder umherfliegenden Möbeln bemerkbar und schikanieren sogar oft gezielt die Bewohner des Hauses. Den Erzählungen nach finden die unschuldig Ermordete keine Ruhe im Grab und kehren ebenso wie Gotteslästerer, Selbstmörder, Personen, die sich selbst verflucht oder das Land  verwüstet haben, als Gonger wieder. Wenn ein Seemann auf dem Meer stirbt, kehrt er als Gonger zurück, um die Nachricht seines Todes zu überbringen. Er erscheint aus dem Meer, in derselben Kleidung, in der er gestorben ist, um seine Nachkommen zu besuchen. Falls Licht im Haus brennt, löscht der Gonger es, bevor er sich auf die Decke der Schlafenden legt. Laut Zeugenaussagen hinterlässt er auf der Decke eine Spur aus Salzwasser. Diese Tat wiederholt er so lange, bis man sich an den Tod des verstorbenen wieder erinnert.

Zu diesem Geist existiert tatsächlich eine Verfilmung. Der Mystery-Thriller aus deutscher Produktion hört auf den gleichnamigen Titel „Gonger – Das Böse vegisst nie“.

Die Saalenixe

Die Sage besagt, dass die Nixe der Saale jedes Jahr am Johannistag, dem 24. Juni ihre Opfer holt. Aus diesem Grund vermeiden die Anwohner von Jena, an diesem Tage baden zu gehen. Ebenso unterlassen Fischer zur selben Zeit ihrer Tätigkeit nachzugehen. Schon mancher, der nicht an die Nixe glauben wollte, musste mit dem Tode im Wasser büßen. So schwamm zum Beispiel ein Fleischer vom Paradies nach der Schneidemühle. Als er sich auf den Rückweg machte, wurde er auf einmal an den Füßen festgehalten und unter Wasser gezogen. Er rief laut um Hilfe, was auch einige Leute zum Glück hörten. Sie kamen sofort zu ihm geschwommen, ergriffen ihn und versuchten ihn gemeinsam loszumachen. Das gelang schließlich auch unter enormen Anstrengungen. Als sie dann aus dem Wasser heraus waren, sah man an den Beinen des Fleischers, die mit Blut unterlaufenen Abdrücke zweier großer Krallen. Eine weitere Geschichte besagt, dass ein Maler an derselben Stelle die Nixe kennenlernen wollte. So ging der Maler ans Ufer und spielte Gitarre, um die Nixe anzulocken. Eines Abends erblickte er tatsächlich die Nixe. Allerdings war seine Verwirrung genauso groß, wie seine Aufregung. Woraufhin er in die Saale rannte und verschwand.

Der Nachtgiger

Ähnlich wie die Wilde Berta, kann diese Gestalt nur den Kindern gefährlich werden. In Franken ist er daheim und wird oft mit dem Boogeyman verglichen. Seine Gestalt konnte bisher noch nie jemand richtig beschreiben. Groß und schwarz soll er sein. Manche beschrieben ihn mit großen schwarzen Flügeln. Das Wort Giger bedeutet im Fränkischen Hahn. Deshalb werden mit dem Nachtgiger auch Aspekte des Hahns verbunden. Der Nachtgiger sucht Nachts nach Kindern, die frech oder alleine unterwegs sind. Dabei kann diese Gestalt nicht in Häuser eindringen, sondern begnügt sich damit, was er ab 22 Uhr auf den Straßen findet. Die Verhaltensweisen des Nachtgigers sind den Vampiren sehr ähnlich. Sobald der Nachtgiger seine Opfer gefunden und erwischt hat, frisst er sie. Deswegen wird auch in der Fränkischen Sprache oft der Satz: „Sieh zu, dass du nach Hause kommst, sonst holt dich der Nachtgiger“ verwendet, wenn die Kinder nicht hören wollen. 

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