Gruseliger Lost Place in Bayern – Spukt es in der Uhlberg-Kapelle?

Die Uhlbergkapelle in Bayern ist wohl einer der interessantesten Lost Places in Deutschland. Um diese Ruine ranken sich viele Mythen und Sagen, wie etwa eine weiße Frau die den Besuchern erscheinen soll.

Die Uhlbergkapelle befindet sich in der fränkischen Alb, ca 60 km westlich von Ingolstadt und ca 80 km südlich von Nürnberg an der Grenze von Mittelfranken zu Schwaben bei Treuchtlingen. Die Kapelle, die offiziell St.-Ulrichs-Kapelle heißt, ist eine in der Gegend bekannte Ruine mitten im Wald. Allerlei Mysterien ranken sich um das versteckt gelegene Gemäuer, nicht zuletzt wegen seiner unklaren Geschichte.

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Die Geschichte

Der Uhlberg (ursprünglich Eulenberg) wurde erstmals 1144 anlässlich einer Schenkung urkundlich erwähnt. In der Zeit von 1242 bis 1364 kam das gesamte Uhlberg-Gebiet durch Schenkung und Kauf in den Besitz des Deutschen Ordens. Ab 1469 wurde der Uhlberg zum Wallfahrtsort, der Grund war eine Madonnenfigur, die sogenannte “Mondsichel-Madonna”, die dort oben aufgestellt war. 1466 wurde auf Veranlassung des Papstes auf dem Berg eine Kirche gebaut, die die Marienfigur beherbergen sollte. Nach mehrmaligen Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg setzte im 17. Jahrhundert der Verfall der Kapelle ein.

Eine andere Quelle sagt aus, dass vor über 800 Jahren Benediktinerinnen dort ein Kloster erbaut haben, dass im Bauernkrieg 1525 zertört und entweiht wurde. Doch dies ist wohl eher eine Legende, da es nicht belegt werden kann. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die verbliebenen Mauerreste restauriert und die Spitzbögen der Chorfenster durch Rundbögen ersetzt. Heute ist die Kapelle im Besitz des Freistaats Bayern und die Madonna befindet sich im Diäzesanmuseum in Eichstätt.

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Der Ursprung des Spukes?

Bekannt ist außerdem, dass von 1724 bis 1731 die Uhlbergruine Sitz einer geheimen evangelischen Sekte war. Sie predigten von verschiedenen Erscheinungen, die es in dieser Ruine geben soll. Nach bekannt werden dieser Sekte wurde sie vom Bischof verboten und ein Prediger namens J.G. Weber sollte das Volk vor den Betrügern warnen, indem er eine schwarze Kerze vor die Kirchentür stellte.

Bei einer älteren topographischen Karte ist an der Stelle, wo heute ein Forsthaus steht ein “Tempel” eingezeichnet, außderdem wird der Uhlberg als Durchgangspunkt astronomischer Sonnen- und Mondwendelinien genannt, was auf vorgeschichtliche Bauten hinweist, wie auch der Ringwall, der heute nur noch zu erahnen ist. Demnach wird auf dem Uhlberg eine keltische Ringburg und/oder eine altgermanische Kultstätte vermutet.

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Auch soll es folgende Sage über einen Schatz in der Kapelle geben:

Einem Mädchen sollen 2 Klosterfrauen erschienen sein, welche von der Wiederkehr des Klosters und von den Schätzen in der Ruine erzählten und wie man diese finden könne: An der Stelle wo der Altar stand, wird eine Fichte wachsen – aus diesen Brettern soll eine Wiege hergestellt werden. Das Sonntagskind welches darin liegen wird, soll später den Schatz heben können.

Tatsächlich gab es diese Fichte, 1934 wird über sie geschrieben und wurde auf ein Alter von etwa 200 Jahren geschätzt, also wuchs sie ca. 1730. 1955 wurde sie jedoch gefällt.

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Schon seit Jahrhunderten ist die Ruine Treffpunkt von dunklen Mystikern, auch heute noch soll dieser Platz als Versammlungsort genutzt werden. Es gibt immer wieder Schlagzeilen über Opferrituale und Schändungen. So wurden immer wieder neue Blutspugen an den Wänden und Tierkadaver gefunden. Selbst eine Kuh wrude dort schon “geopfert”. Alle möglichen Daten wurden in die umliegenden Bäume geschnitzt, es wurden Wachsreste von überwiegend schwarzen Kerzen gefunden. Außerdem Äste die umgedrehte Kreuze darstellen sollen und aufgehäufte Steine.

Der Spuk

1874 berichtete ein Tourist in der Ingolstädter Zeitung, dass Schatzgräber dort weiße Gestalten gesehn haben, welche den Schatz hüten und von dem Wiederaufbau des Klosters prophezeiten. Außerdem sollen Raben sie bei der Suche gestört haben. Die Menschen, die diese Ruine besucht haben, berichten über Merkwürdige Dinge.  So soll vielen eine mysteriöse “weiße Frau” erschienen seinen. Vielleicht ein Geist einer der Benediktinerinnen? Andere sollen sogenannte “Orbs” gesehen haben, also Lichtpunkte die sich nicht bewegten und auch übernatürlicher Natur ein sollen. Viele fühlten sich unwohl in der Nähe der Ruine, auch bei schönstem Sonnenschein, und haben sich beobachtet gefühlt. Man soll bei der Ruine keinerlei Waldgeräusche wahrnehmen können, also scheinen selbst Tiere diesen Ort zu meiden. Auch elektrische Geräte sollen nicht mehr funktioniert haben. Handys gingen bei vollem Akku einfach aus, Navis funktionierten nicht mehr und Autos ließen sich nicht mehr starten. Eine junge Frau berichtete, dass sie alleine vom Uhlberg mit ihrem Auto zurück aus dem Wald fuhr. Aufeinmal soll es einen Schlag gegen die Fahrertür gegeben haben. Völlig verängstigt und geschockt fuhr sie so schnell wie es gings aus dem Wald. An ihrer Tür war nicht mal ein Kratzer. Andere berichteten, dass es sehr schwierig sei von der Ruine wieder zurück aus dem Wald zu finden, man kann sich sehr leicht verirren und kommt immer wieder an der Ruine an. Oftmals musste die Polizei, die diesen Berg auch meidet, und Rettungshubschrauber ausrücken um Menschen, die sich dort verlaufen haben, zu retten.

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Über Lunaxia

Lunaxia
Hallo, ich bin Lunaxia Ich bin Chefredakteurin bei Horror Fakten. Im wirklichen Leben heiße ich Vanessa, bin 25 Jahre und komme aus Bayern. Seit meiner Kindheit bin ich schon Horrorfan, angefangen mit den Gänsehautbüchern und Filmen wie "the Ring". Heute interessiere ich mich sehr für Übernatürliches und die menschliche Psyche. "Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid"