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Der Fluch von La Llorona: Die gruselige Legende der weinenden Frau

Die Legende der La Llorona stammt zwar ursprünglich aus dem Mexikanischen, findet nun aber auch immer mehr bei uns Anklang. Sie wird in verschiedenen Filmen aufgegriffen und auch immer mehr Videos privater Natur lassen sich im Internet finden. Doch was steckt hinter dieser Legende und um was dreht sie sich wirklich?

Die La Llorona (spanisch für: „Die Weinende“) sei die Seele einer verstorbenen Frau, welche hauptsächlich an Flüssen aufzufinden ist. Sie kleidet sich ganz in weiß und je nach Legende weint oder singt sie, manchmal laut und manchmal leise. Dies soll verschiedene Bedeutungen haben, hierbei kommt es auf die Version der Legende an. Die bekannteste besagt, dass das Weinen der La Llorona ein Vorbote des Todes sei. Wer sie weinen hört, der soll bald sterben. Je lauter das weinen oder singen ist, desto näher sei man seinem eigenen Tod.

In einem Nationalfreizeitpark in Kolumbien lässt sich diese Steinfigur mit der Legende um die La Llorona finden.

Doch dies ist nur eine von vielen Versionen der Legende um die La Llorona. Alle Legenden ähneln sich in gewisser Weise, doch ihre Bedeutungen unterscheiden sich. So besagen alle Legenden, dass die La Llorona einst eine wunderschöne Frau gewesen sei, oft mit dem Namen Maria bezeichnet. Bei der wohl bekanntesten Geschichte um sie, welche in Mexiko am meisten Anklang findet, verliebte sie sich in einen Mann und wünschte sich nichts sehnlicher, als mit ihm zusammen zu sein. Ihr Wunsch erfüllte sich, sie heirateten und bekamen drei Kinder. Der Mann jedoch musste geschäftlich weg für längere Zeit, besuchte aber regelmäßig seine Familie. Doch diese Regelmäßigkeit nahm ab und Maria merkte, dass seine Aufmerksamkeit, wenn er sie besuchen kam, nur den Kindern galt. Er begann Maria zu ignorieren und schon bald offenbarte er ihren Kindern, dass er eine neue Frau kennengelernt hat und sie nun heiraten wolle. Maria, geplagt von Liebeskummer und Schmerz, nahm sich eines Nachts ihre Kinder und um ihren Mann Leid zuzufügen ertränkte sie diese. Als sie realisierte was sie tat, verfiel sie in noch tiefere Trauer und nahm sich selbst das Leben. Seither soll sie an den Flüssen umherwandeln, auf der Suche nach ihren Kindern.

Dies ist die an der häufigsten überlieferten Geschichte. Abwandlungen der Legende besagen, dass sie aus einer unteren Schicht stammte und sich in einen reicheren Mann verliebte. Er erwiderte die Liebe und sie zeugten gemeinsam Kinder. Nach einigen Jahren jedoch wurde er von seinen Eltern zwangsverheiratet und wollte nun den Kontakt zu Maria abbrechen. Auch hier ertränkte sie zuerst ihre Kinder, dann sich und gelangte vor die Himmelspforten Gottes. Dieser fragte sie mehrfach wo ihre Kinder seien und als sie kein einziges Mal auf seine Frage antworten konnte, verdammte er sie zurück auf die Erde um nach ihren Kindern zu suchen.

Eine weitere Überlieferung besagt, dass sie ihre Kinder bei einem Sturm verlor, als dieser das Wasser über den Flussrand hat treten lassen und das eigene Haus zerstörte. Sie machte sich auf die Suche nach ihren Kindern, welche das Wasser mitriss, doch bevor sie sie finden konnte, starb sie. Seither soll sie sie an fließenden Gewässern suchen.

Die einzige Geschichte, die sich von den Anderen etwas abhebt ist die, in der die La Llorona einst eine Prostituierte war und dazu neigte, alle ihre empfangenen Kinder abzutreiben und in den Fluss zu werfen. Auch hier tritt sie als sie starb vor Gottes Pforten und auch hier wurde sie dazu verdammt nach jedem einzelnen ihrer Kinder zu suchen.

Manche der Sichtungen behaupten, sie würde die Worte „Ay, mis hijas!“ singen („Oh, meine Kinder“ oder in manchen Legenden auch „Oh, meine Söhne“).

Eine angebliche Aufnahme der Schreie der La Llorona. Hier muss man etwas durch das Video skippen. Ab Minute 1:40 sind die Geräusche klarere zu hören.

Je nach Legende unterscheiden sich somit auch die Auswirkungen auf die Sichtungen der La Llorona. So gibt es neben der Aussage, dass sie den baldigen Tod ankündigt auch die Behauptung, dass sie untreue Ehemänner aufsucht und diese umkommen lässt. Auch wird Kindern oft erzählt, dass wenn sie nicht vorsichtig an Flüssen seien, die La Llorona kommt und sie mit zu sich nimmt.

Eine Sichtung der La Llorona in der Nähe eines Flusses.

Doch egal welche Legende oder welche Auswirkungen man von ihr hört und glauben soll, eins haben sie doch alle gemeinsam. Hörst du die La Llorona weinen, solltest du schleunigsten anfangen wegzurennen.

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